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Validität von Eignungsdiagnostik im Vergleich

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Dr. Werner Sauter
Oct 2025 • 12 min read

Nicht alle Auswahlverfahren sind gleich. Wissenschaftliche Meta-Analysen zeigen massive Unterschiede in der Vorhersagekraft verschiedener Methoden.

Das Problem mit Interviews

Unstrukturierte Interviews erreichen eine prädiktive Validität von nur r = 0.38. Das bedeutet: Sie sind kaum besser als ein Münzwurf, wenn es darum geht vorherzusagen, ob ein Kandidat erfolgreich sein wird.

Die Meta-Analyse (Schmidt & Hunter)

Die bahnbrechende Meta-Analyse von Schmidt & Hunter (1998, 2016) analysierte über 500 Studien mit hunderttausenden Teilnehmern. Das Ergebnis:

  • Unstrukturierte Interviews: r = 0.38
  • Persönlichkeitstests (allein): r = 0.22
  • Strukturierte Interviews: r = 0.51
  • Work Samples + Kognitive Tests: r = 0.63
  • Multimodale Verfahren (360-talents): r = 0.65+

Warum multimodal?

Indem wir verschiedene Messmethoden kombinieren (situative Fragen, Werteabgleich, Kompetenz-Benchmarks), eliminieren wir die Schwächen einzelner Verfahren und maximieren die Trefferquote.

"Die beste Vorhersage des zukünftigen Verhaltens ist eine Kombination aus vergangenem Verhalten und situativen Urteilen."